Unsere Förderprojekte


Erschließung der musikalischen Werke der "Leiblschen Sammlung"

Der Musiker und Dirigent Carl Leibl verfasste Anfang des 19. Jahrhunderts als Domkapellmeister eine umfangreiche Musikaliensammlung, die heute als "Leiblsche Sammlung" musikalischer Schatz der Diözesanbibliothek Köln ist. Die Erschließung der Musikaliensammlung der Kölner Domkapelle in einem neuen und überarbeiteten Katalog war das Ziel eines von der Kulturstiftung Kölner Dom unterstützten Forschungsprojekts. Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung konnten alle seit 1964 erfolgten Veränderungen im Bestand erfasst und die bibliothekarische Überarbeitung der vorliegenden Kataloge erreicht werden. Darüber hinaus können Wissenschaftler und Künstler nun die Kompositionen über eine weltweit frei zugängliche Onlinedatenbank einsehen und verwenden.

Das Projektergebnis ist von großer Bedeutung für die Darstellung der Kölner Liturgiegeschichte und ermöglicht künftig z.B. liturgisch-musikalische Aufführungen im Dom.



Neues Kontraposaunenregister für die Querhausorgel

Die Dommusik mit ihren Chören, Orgeln und Glocken ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen und kirchlichen Angebots des Kölner Domes, das es zu erhalten gilt. Mithilfe einer Spendenaktion der Kulturstiftung Kölner Dom zu Gunsten der Orgelmusik konnte im Jahr 2015 die Erneuerung des Kontraposaunenregisters finanziert werden. Die Kontraposaune bildet die tiefsten Tönen der Orgel und ist somit ein sehr lautes und profundes Register, das den Überbau der unzähligen höheren Lagen klanglich tragen soll. Es besteht aus insgesamt 12 Orgelpfeifen, die mit Ihren knapp 10 Metern Länge zu den größten und auch teuersten Pfeifen des Instruments gehören. Sie treten klanglich trotz des gewaltigen Überbaus der vielen kleineren Pfeifen auch sehr deutlich hervor und verändern den Charakter der Orgel. Mit der Erneuerung dieses wichtigen Registers konnte das Klangspektrum der Orgel im Kölner Dom erweitert werden, sehr zur Freude der Organisten und ihrer Zuhörer.



‚Caspar Melchior Balthasar - 850 Jahre Verehrung der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom‘

In diesem Jahr wird in Köln das 850-jährige Jubiläum der Ankunft der Dreikönigsreliquien gefeiert. Die Domschatzkammer präsentiert aus diesem Anlass eine Ausstellung zur mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Dreikönigenschrein von Nikolaus von Verdun, des Weiteren werden ausgewählte Exponate von Goldschmiedewerken des 13. Jahrhunderts aus dem Rheinland präsentiert. Ein ganz besonderes Ausstellungstück ist der Ptolemäer-Kameo. Der Schmuckstein wurde ursprünglich im Dreikönigenschrein verarbeitet, aber bereits 1574 aus dem Kölner Dom gestohlen. 440 Jahre später ist er nun als Leihgabe der Antikensammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien noch bis Mitte November in Köln zu sehen. Ergänzend zur Domschatzkammer werden in der Hubertuskapelle die Verehrung der Heiligen Drei Könige in Köln und Europa sowie die verschiedenen Standorte des Schreins im Kölner Dom thematisiert.

 

Die Kulturstiftung Kölner Dom fördert die gesamte Ausstellung mit 50.000 Euro. Die Ausstellung kann noch bis zum 25. Januar 2015 in der Domschatzkammer besucht werden.



Ars Choralis Coeln begleiten Abschlussveranstaltung der LitCologne im Kölner Dom

Am 22. März 2014 fand die Abschlussveranstaltung der LitCologne im Kölner Dom statt. Martin Reinke und Joachim Król lasen Texte von Franz von Assisi und Papst Franziskus. Die Kulturstiftung Kölner Dom finanzierte die musikalische Begleitung des Abends. Maria Jonas und Ars Choralis Coeln traten mit ihrem Programm „Canto Novello“ auf. Das Programm umfasst Lieder der Italienischen „Laude“ („Lobgesänge“) des 14. Jahrhunderts aus den Codice Cortona und Florenz. Diese beiden handschriftlichen Laude-Sammlungen sind als einzige vollständig mit Musik und Texten erhalten. Die Texte sind, für Italien erstmalig, nicht in Latein, sondern in Italienisch festgehalten worden.

Der Gesang des Ensembles wurde auf original mittelalterlichen Instrumenten begleitet.



150 Jahre Kölner Domchor - Ein Geschenk für den Chor

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Kölner Domchores entschloss sich das Metropolitankapitel, die Worte des 122. Psalms „Laetatus sum“ („Ich freute mich, als man mir sagte, wir würden zum Hause des Herrn pilgern“) exklusiv für den Kölner Dom vertonen zu lassen. Die Kulturstiftung Kölner Dom finanzierte das Auftragswerk. Mit der Komposition wurde der renommierte Komponist Naji Hakim beauftragt, er gilt weltweit als einer der derzeit gefragtesten Komponisten für geistliche Musik und ist vielfach ausgezeichnet (u. a. Prix André Caplet der Académie des Beaux-Arts, Paris).

Naji Hakim ist Professor am Conservatoire National in Boulogne Billancourt (Region Paris), Gastprofessor an der Royal Academy of Music in London und Mitglied der Consociatio Internationalis Musicae Sacrae (Internationale Gesellschaft für Kirchenmusik) in Rom sowie Ehrendoktor der katholischen Saint-Esprit-Universität in Kaslik (Libanon).



Ausstellung „In aeternum cantabo“ in der Kölner Dom- und Diözesanbibliothek

Die Kulturstiftung Kölner Dom förderte die Ausstellung „In aeternum cantabo“ („Und singen will ich in Ewigkeit“), die sich mit der langen Geschichte der Kölner Dommusik auseinandersetzte. Anhand vieler Exponate wurden 1300 Jahre Kölner Dommusik lebendig: ausgestellt wurden z. B. ein Vorsängerstab aus der Zeit um 1200, Goldschmiedearbeiten, Amtssiegel von Chorbischöfen und kostbare Handschriften.

 

Ein Höhepunkt der Ausstellung war die virtuelle dreidimensionale Darstellung des Chorinnenraums des Kölner Doms um 1850. Die Besucher konnten anhand eines Films die räumliche Gestaltung und Aufteilung des damaligen Chorinnenraumes nachvollziehen: Zu dieser Zeit trennte eine Wand auf der Ostseite den Hochchor von der Vierung und dem Hauptschiff des Domes. Realisiert wurde das Projekt durch das renommierte Berliner Architekturbüro Lengyel Toulouse, finanziert von der Kulturstiftung Kölner Dom.



Das Konzert „Die musizierenden Engel im Kölner Dom“

Seit der im Sommer 2012 abgeschlossenen Restaurierung erstrahlen die mittelalterlichen Pfeilerfiguren im Binnenchor des Doms wieder in vollem Glanz. Von besonderem Liebreiz sind die zwölf musizierenden Engel auf den Baldachinen der Apostelfiguren. Sie geben uns heute einen Überblick über die im 13. und 14. Jahrhundert gebräuchlichen Instrumente und versinnbildlichen gleichzeitig die Musik im himmlischen Jerusalem. Im August 2012 veranstaltete die Kölner Dommusik gemeinsam mit dem Ensemble „Ars Choralis Coeln“ das Konzert „Exultet celum“, in dem diese Instrumente der Engel durch stilgerechte Rekonstruktion zum Klingen gebracht wurden. Dieses Konzert kam durch die finanzielle Unterstützung der Kulturstiftung Kölner Dom zustande.



Die Publikation „Die musizierenden Engel im Kölner Dom“

Der Verlag Kölner Dom e.V. hat den „Musizierenden Engeln“ ein eigenes Buch gewidmet, das mit prachtvollen Farbfotos und Texten zu den Engeln und Musikinstrumenten zur Betrachtung einlädt. Die beigefügte Audio-CD ist ein Mitschnitt des Konzertes „Exultet celum“ im Kölner Dom. Ohne die großzügige Unterstützung durch die Kulturstiftung Kölner Dom hätte die Publikation „Die musizierenden Engel im Kölner Dom“ nicht realisiert werden können.



Studienband "Der Alte Dom zu Köln. Befunde und Funde zur vorgotischen Kathedrale"

Der Alte Dom, der Vorgängerbau der heutigen Kathedrale, ist seit dem Beginn der archäologischen Untersuchungen im Jahr 1946 der Forschungsschwerpunkt der Kölner Domgrabung. Die Ergebnisse dieser jahrzehntelangen Forschungen sind in dem Studienband »Der Alte Dom zu Köln« zusammengestellt, der als dritter Teil einer Gesamtpublikation er-schienen ist. Damit ist eine Basis für eine weitere Beschäftigung mit dieser für die mittelalterliche Baugeschichte bedeutenden Kirche geschaffen. Neben anderen Fördermittelgebern hat auch die Kulturstiftung Kölner Dom die umfangreiche, im Verlag Kölner Dom e.V. erschienene, wissenschaftliche Publikation unterstützt.


Features

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